explaining your

Informationen

Depression: Arten, Symptome und Behandlung

Welche Arten von Depressionen gibt es? Welche Symptome haben Betroffene und wie wird eine Depression eigentlich behandelt? Hier findest Du Antworten auf diese Fragen.

Bitte beachte, dass wir ein Studierendenprojekt sind und diese Informationen keinen ärztlichen oder therapeutischen Rat ersetzen.

Was ist eine Depression

Eine Depression ist eine ernste psychische Erkrankung, die vielfältige Beschwerden auslöst und tiefgreifende Auswirkungen auf das Denken, Handeln, Fühlen und Verhalten der Betroffenen hat. Diese Erkrankung geht oft mit Störungen von Hirn- und anderen Körperfunktionen einher und kann erhebliches Leiden verursachen. Menschen, die an Depressionen leiden, können sich selten allein von ihrer gedrückten Stimmung, Antriebslosigkeit oder negativen Gedanken befreien.

Medizinisch betrachtet spricht man von einer Erkrankung, wenn die Beschwerden über mehrere Wochen anhalten und von äußeren positiven Faktoren nicht beeinflussbar sind. Der Verlauf einer Depression kann bei einer akuten Phase bis zum Abklingen sechs bis acht Monate andauern, während chronische Verläufe sogar mehrere Jahre dauern können.
[Quellen: https://stiftung-gesundheitswissen.de/wissen/depression/hintergrund , https://www.patienten-information.de/patientenleitlinien/depression/kapitel-4]

Die häufigsten Formen der Depression

Unipolare Depression
Die unipolare Depression ist die häufigste Form und kann in einmaligen oder wiederkehrenden Episoden auftreten. Wiederkehrende Episoden werden als rezidivierende Depression bezeichnet und dauern mindestens zwei Wochen an. Die Symptome können unterschiedlich lang sein und hängen von der Wirkung der Behandlung ab. Hauptsymptome sind depressive Stimmung, Freudlosigkeit, und Antriebslosigkeit. Weitere Symptome umfassen Veränderungen des Appetits, Schlafstörungen, negative Gedanken, Konzentrationsstörungen, Gefühle von Wertlosigkeit und Schuld, niedriges Selbstwertgefühl, Hoffnungslosigkeit und Gedanken an den Tod. Der Verlauf kann zwischen den Episoden variieren, und es gibt Möglichkeiten der Rückfallprophylaxe.
Quelle: https://stiftung-gesundheitswissen.de/wissen/depressive-stoerungen/formen-der-depression
Erschöpfungsdepression
Die Erschöpfungsdepression ist eine behandlungsbedürftige Erkrankung, die den Betroffenen Alltagsbewältigung erschwert. Die Symptome können vielfältig sein, darunter Schlafstörungen, Antriebslosigkeit, Konzentrationsstörungen, geringes Selbstbewusstsein, innere Unruhe und körperliche Beschwerden. Ursachen können Überlastung im Beruf, familiäre Probleme, Stress, und ein Mangel an Anerkennung sein.
Quelle: https://www.klinik-friedenweiler.de/blog/was-ist-eine-erschoepfungsdepression/
Dysthymie
Die Dysthymie ist eine langanhaltende Form der Depression, die durch eine chronisch depressive Verstimmung gekennzeichnet ist. Betroffene erleben anhaltende, traurig-gedrückte Stimmung, Verlust von Freude und Elan, und erhebliche Anstrengungen sind für alltägliche Aufgaben erforderlich.
Quelle: https://stiftung-gesundheitswissen.de/wissen/depressive-stoerungen/formen-der-depression

Winterdepression (Saisonale affektive Störung)
Die Winterdepression tritt verstärkt in den dunklen Jahreszeiten auf und ist durch Symptome wie Stimmungstief, Müdigkeit, vermehrten Appetit auf Süßigkeiten, Konzentrationsschwierigkeiten und sozialen Rückzug gekennzeichnet. Lichttherapie kann helfen, da die Depression mit einem Mangel an Tageslicht und einer Überproduktion von Melatonin zusammenhängt.
Quelle: https://stiftung-gesundheitswissen.de/wissen/depressive-stoerungen/formen-der-depression
Wochenbettdepression
Die Wochenbettdepression betrifft manche gebärende Personen nach der Geburt des Kindes. Sie fühlen sich über einen längeren Zeitraum niedergeschlagen, kraftlos und empfinden kaum Freude für ihr Neugeborenes. Eine Wochenbettdepression ist die häufigste Komplikation nach der Geburt eines Kindes und für die betroffenen Personen sehr belastend. Zu den depressiven Beschwerden kommt häufig das Gefühl hinzu, kein gutes Elternteil zu sein.
Quelle: https://stiftung-gesundheitswissen.de/wissen/depressive-stoerungen/formen-der-depression
Altersdepression
Die Altersdepression ist eine der häufigsten psychischen Erkrankungen im Alter. Symptome können innere Unruhe, Antriebslosigkeit, Schlafstörungen und körperliche Beschwerden sein. Neben den “klassischen” Symptomen einer Depression können alterstypische Besonderheiten hinzu kommen: So richten sich die Aufmerksamkeit und Sorgen auf gesundheitsbezogene Probleme, wie zum Beispiel Alzheimer oder nachlassende körperliche Beweglichkeit. Auslöser können Stress, Verlust von Bezugspersonen, finanzielle Probleme und körperliche Erkrankungen sein.
Quellen: https://stiftung-gesundheitswissen.de/wissen/depressive-stoerungen/formen-der-depression
https://www.deutsche-depressionshilfe.de/depression-infos-und-hilfe/depression-in-verschiedenen-facetten/depression-im-alter

Unterscheiden sich die Symptome je nach Geschlecht?

Die grundlegenden Symptome einer Depression unterscheiden sich zwischen den Geschlechtern kaum. Frauen berichten häufig von mehr Symptomen und fühlen sich stärker belastet. Bei Männern ist manchmal eine höhere Reizbarkeit erkennbar.
Die Diagnose “Depression” erhalten Frauen signifikant häufiger als Männer. Mögliche Hintergründe dieser Tatsache können biologische Ursachen sein, da der weibliche Hormonspiegel sich im Laufe des Zyklus sowie nach der Geburt und während der Menopause stark verändern kann.
Die Artefakttheorie geht davon aus, dass der Unterschied zustande kommen könnte, weil Frauen und Männer im Zuge der Diagnose aufgrund stereotyper Rollenzuschreibungen unterschiedlich beurteilt

werden. Das könnte zu einer Verzerrung der Depressionsdiagnostik führen. Außerdem können sozialisierte Geschlechterbilder zu Unterschieden in der Wahrnehmung depressiver Symptome führen. So werden körperliche Beschwerden bei Frauen häufiger auf psychische Störungen zurückgeführt als bei Männern.
Ein weiterer Erklärungsansatz befasst sich mit den Unterschiede in den sozialen Lebensbedingungen und deren Wirkung auf die psychische Gesundheit. Hierbei werden die soziale Statusposition, Familie und Partnerschaft, soziale Netzwerke sowie das Erwerbsleben einbezogen. So ist der Anteil von Menschen mit Depressionen in den unteren Sozialstatusgruppen größer als in den oberen.
Quelle: https://www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Gesundheitsberichterstattung/GBEDownloadsK/2013_2_depression.pdf?__blob=publicationFile

Was kann bei einer Depression helfen?

Es gibt verschiedene Ansätze, die bei der Bewältigung einer Depression unterstützen können:

  • Psychotherapie: Gesprächstherapie kann helfen, Ursachen der Depression zu verstehen und bewältigen zu lernen.
  • Antidepressiva: In vielen Fällen werden Medikamente verschrieben, um die Symptome zu behandeln.
  • Regelmäßige Bewegung: Sport und Spaziergänge können das Selbstwertgefühl steigern und die Ausschüttung von positiven Neurotransmittern fördern.
  • Ernährung: Eine ausgewogene Ernährung kann unterstützend wirken.
  • Schlafhygiene: Regelmäßige Schlafenszeiten und eine förderliche Schlafumgebung sind wichtig.

Quellen: https://www.deutsche-depressionshilfe.de/depression-infos-und-hilfe/behandlung, beta Institut gemeinnützige GmbH (2022): Depressionen Sozialrechtliche und psychosoziale Informationen zur Erkrankung. 16. Auflage

Bin ich nur traurig oder depressiv? Und was mache ich jetzt?

Eine Depression unterscheidet sich von normaler Traurigkeit in ihrer Intensität und Dauer. Wenn Gefühle von Traurigkeit über einen längeren Zeitraum anhalten und das normale Leben beeinträchtigen, ist es ratsam, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Eine genaue Diagnose kann durch ärztliches oder therapeutisches Fachpersonal gestellt werden. Kann eine Depression geheilt werden?
Eine depressive Episode kann mit einer auf die persönlichen Bedürfnisse abgestimmten Behandlung meistens innerhalb von vier bis sechs Monaten vollständig geheilt werden. Der Genesungsweg sowie die Dauer sind dabei von Person zu Person sehr unterschiedlich. Doch auch mit einer Behandlung kann eine Depression wiederkehren.
Quelle: https://www.patienten-information.de/patientenleitlinien/depression/kapitel-5

Wenn Du den Verdacht hast, an Depressionen zu leiden, ist es wichtig, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Eine ärztliche Behandlung durch Psychotherapie, Antidepressiva oder andere therapeutische Maßnahmen kann erforderlich sein.
Quelle: https://stiftung-gesundheitswissen.de/wissen/depression/hintergrund
Depression ohne Behandlung
Eine depressive Episode klingt häufig von selbst nach etwa sechs bis acht Monaten wieder ab. Trotzdem ist diese Zeit für Betroffene unangenehm und eine unbehandelte Depression kann wiederkehren und länger andauern.
Quelle: https://www.patienten-information.de/patientenleitlinien/depression/kapitel-5

Wie kann ich Menschen mit Depression helfen? Und wie helfe ich mir?

Jemand hat sich mir anvertraut, wie gehe ich damit um? Depressionen sind so vielfältig wie die Menschen, die sie haben. Trotzdem gibt es Gemeinsamkeiten und als Person mit Depressionen ist es häufig gut zu wissen, dass man mit seinen Gefühlen nicht alleine ist.
Verstanden und ernst genommen werden ist für die meisten Menschen mit Depression essenziell. Häufig sitzt in ihren Köpfen eine äußerst kritische Stimme, die den ganzen Tag damit beschäftigt ist, die Menschen davon zu überzeugen, dass sie überhaupt keine Depressionen haben sondern nur faul oder unfähig sind. Es ist daher besonders wichtig, dass Du Personen, die Dir anvertrauen, dass sie depressiv sind oder vermuten, depressiv zu sein, aufmerksam zuhörst und ihre Empfindungen ernst nimmst.

Ich glaube, jemand hat Depressionen
Wenn Du den Verdacht hast, dass jemand an Depressionen leidet, ist es wichtig, das Gespräch zu suchen, unterstützend zu sein und Hilfe anzubieten. Die Person sollte ermutigt werden, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Eine aktive Rolle in der Begleitung zu Arztterminen oder Therapeut:innen kann sehr hilfreich sein. Du solltest jedoch vermeiden, die Person zu drängen oder ihre Gefühle zu bagatellisieren.


Depressiven Personen zu raten, sie sollen “einfach mal abschalten” oder “sich zusammen nehmen” hilft nicht — es ist wichtig, die Depression als eine Krankheit anzuerkennen, die sich die betroffene Person nicht ausgesucht hat. Unterstützung und Verständnis ist wichtig, sowohl für die betroffene Person als auch für Dich. Scheu Dich also nicht davor, Unterstützung von Freunden, Freundinnen und Familie anzunehmen, denn eine Depression ist nicht nur für Betroffene selbst schwierig, sondern auch für die Personen in ihrem nahen Umfeld.
Quelle: https://www.deutsche-depressionshilfe.de/depression-infos-und-hilfe/rat-fuer-angehoerige


Eine Depression ist eine ernsthafte Erkrankung, die nicht einfach durch "positives Denken" oder gute Ratschläge geheilt werden kann. Professionelle Hilfe ist oft notwendig und der Weg zur Besserung kann Zeit in Anspruch nehmen.
Quelle: https://www.deutsche-depressionshilfe.de/depression-infos-und-hilfe/rat-fuer-angehoerige

Bin ich nur traurig oder depressiv? Und was mache ich jetzt?

Eine Depression unterscheidet sich von normaler Traurigkeit in ihrer Intensität und Dauer. Wenn Gefühle von Traurigkeit über einen längeren Zeitraum anhalten und das normale Leben beeinträchtigen, ist es ratsam, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Eine genaue Diagnose kann durch ärztlichs oder therapeutisches Fachpersonal gestellt werden. Kann eine Depression geheilt werden?
Eine depressive Episode kann mit einer auf die persönlichen Bedürfnisse abgestimmten Behandlung meistens innerhalb von vier bis sechs Monaten vollständig geheilt werden. Der Genesungsweg sowie die Dauer sind dabei von Person zu Person sehr unterschiedlich. Doch auch mit einer Behandlung kann eine Depression wiederkehren.
Quelle: https://www.patienten-information.de/patientenleitlinien/depression/kapitel-5

Wenn Du den Verdacht hast, an Depressionen zu leiden, ist es wichtig, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Eine ärztliche Behandlung durch Psychotherapie, Antidepressiva oder andere therapeutische Maßnahmen kann erforderlich sein.
Quelle: https://stiftung-gesundheitswissen.de/wissen/depression/hintergrund
Depression ohne Behandlung
Eine depressive Episode klingt häufig von selbst nach etwa sechs bis acht Monaten wieder ab. Trotzdem ist diese Zeit für Betroffene unangenehm und eine unbehandelte Depression kann wiederkehren und länger andauern.
Quelle: https://www.patienten-information.de/patientenleitlinien/depression/kapitel-5